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Berichte

02.10.2007 Alter: 10 Jahre 31.08-02.09.2007 - Wine Cup - Österreich

VON: HEINZ HACKL

Weltklasse-Croquet in Wolkersdorf Wine Cup 4



Heinz Hackl

Freitag, 31. August bis Sonntag, 02. September 2007
Wetter: abgesehen von einigen kleinen Regenschauern o.k.; auch nicht zu heiß
Courts: sehr hart und sehr schnell
Teilnehmer:
Mit Stephen Mulliner, Weltrangliste Nr. 6, englischer Teamspieler seit ca. 20 Jahren; Chris Patmore, Weltrangliste Nr. 26 und Sieger des diesjährigen Jersey Open; Tony Le Moignan, Weltrangliste Nr. 29, Europameister und Vorjahressieger des Wine Cups.
Daneben noch Klassespieler wie George Noble, Kevin Carter, Dick Knapp, Mary Knapp, Alec Thomas, Christine Osmond; Supertalent James Le Moignan. Österreichischer Vizemeister Leopold Walderdorff und der Wolkersdorfer Heinz Hackl
.........die beste Besetzung, die es je bei einem Croquet Turnier in Österreich gegeben hat



Vorrundenspiele:
In Block A gewann Stephen Mulliner seine Spiele ganz klar; dahinter war`s kurios: alle weiteren Spieler hatten am Ende 2 Siege wobei George Noble der Glücklichste war und ins Semifinale einzog. Pech für den Salzburger Leopold Walderdorff: trotz guter Leistung mit 2 Siegen ausgeschieden.

Herausragend: Stephen Mulliner schaffte das 1. Sextuple-Peel in Österreich!

Block B:
Tony Le Moignan gewann alle 5 Vorrundenspiele - auch das Spitzenspiel gegen Chris Patmore. Dieser qualifizierte sich mit 4 klaren Siegen ebenfalls für das Semifinale.
Überraschend positiv auch das Abschneiden von Heinz Hackl: zwar keinerlei Chance auf das Semifinale aber doch 2 unerwartete Siege gegen wesentlich stärker eingeschätzte Spieler.  
Semifinale:
Eine kleine Sensation bahnte sich an: Turnierfavorit Stephen Mulliner leistete sich einige Fehler und verlor den ersten Satz gegen Chris Patmore; Chris war auch im 2. Satz  vorne und hatte nur mehr 3 Tore zu spielen - den Spielball knapp und gerade vor dem Tor und die 2 letzten Tore perfekt vorbereitet. Er blieb im Tor hängen - Stephen nutzte diese allerletzte Chance und gewann den 2. Satz. Im 3. Satz eine makellose Vorstellung von Stephen mit einem + 26 TP.

Das 2. Semifinale war eine klare Sache für den Vorjahrssieger Tony Le Moignan. Er ließ George Noble keine Chance und siegte klar in 2 Sätzen.

Das Finale wurde der erwartet harte Fight:
Auf dem extrem schwer zu spielenden Court blieben beide nicht fehlerlos - Tony konnte den 1. Satz letztendlich für sich entscheiden. Der 2. Satz sah nach einem Erfolg für Stephen Mulliner aus, er scheiterte aber bei einem hoop-approach und brachte Tony wieder ins Spiel. Tony spielte den 1. Ball durch und peggte sowohl seinen als auch einen Ball von Stephen aus. Situation: Tony hatte nur noch 1 Tor zu spielen während Stephen noch 9 Tore blieben.
Eine äußerst kritische Situation: Wenn er den langen Schlag nicht trifft bräuchte sein Gegner nur mehr dieses eine Tor zu spielen und auszupeggen und hätte damit das Match in seiner Tasche. Stephen beweist einmal mehr Nervenstärke und schafft diesen langen hit-in; mit einem genialen langen Roll-shot schaffte er nicht nur Tor 4 sondern hatte dann ein perfektes 2-ball-break aufgelegt. Leider bleibt er bei Tor 6 hängen was er mit "not my day today" kommentiert. Tony spielte das letzte Tor cool fertig.
Letztendlich ist Tony der absolut würdige Sieger: Im gesamten Turnier hatte er nicht einen einzigen Satz verloren und durch äußerst präzises und gefühlvolles Spiel überzeugt.

Das Spiel um Platz 3 ging glatt an Chris Patmore. Nach seinem Malheur im Semifinale auch mehr als fair um nicht völlig leer auszugehen.

Das Plate Event wurde eine glatte Sache für Mary Knapp mit 3 Siegen in 3 Spielen. Der Wolkersdorfer Heinz Hackl spielte passabel und gewann 2 von 3 Spielen. Eine etwas riskante Taktik und einige Schlagfehler verhinderten aber mehr.

Die Zuschauer bekamen an diesem Wochenende Croquet vom Feinsten zu sehen. Überrascht hat uns die Rede vom Präsidenten der Europäischen Croquet Federation und Weltklassespieler Stephen Mulliner: "Die Plätze waren perfekt - hart, sehr schnell, selbst für die Klassespieler eine absolute Herausforderung....... einer der besten und herausforderndsten Courts, auf denen ich je gespielt habe". Natürlich freuten sich besonders die Veranstalter aus Wolkersdorf über dieses unerwartete Lob.

Da sich die Spieler in Österreich offensichtlich sehr wohlfühlten (da hat sicher auch die Verpflegung und das Service beigetragen) waren wir mindestens ebenso so erfreut über die Ankündigung der Top-Stars, wieder nach Österreich (sei es Salzburg oder Wolkersdorf) kommen zu wollen.