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Berichte

14.05.2008 Alter: 10 Jahre 10.-12.05.2008 - Rheingold’s coming home

VON: JÖRN VINNEN

Eine moderne Heldensage















Fotos von Georg Schorr


Das Rheingold entstammt dem deutschen Heldenlied schlechthin, der Siegfried Sage. Es galt lange als verschollen bis es im Jahre 2003 von Krocketspielern aus Österreich, der Schweiz und Deutschland (mehr zufällig) wiederentdeckt wurde. Seither hatten sich die deutschen Recken vergeblich bemüht des wertvollen Schatzes habhaft zu werden. Bis zum 12. Mai 2008, dem Tag an dem Rheingold nach endlich Hause kommen sollte. Diesmal sollte es Ihnen in Genf gelingen: 


Das Turnier war traditionell sehr gut – diesmal von Norman Eatough und Ian Sexton – vorbereitet worden. Leider kam es durch eine kurzfristige Absage zu einer Verkleinerung des österreichischen Teams, so dass nur Martin Güntner und Georg Schorr für die titelverteidigende Alpenrepublik antraten. Die Schweiz hatte mit Ian Sexton, Norman Eatough, Danny Davids and Joost Joopsten ein gewohnt gutes Team aufgestellt, auch für Deutschland gingen mit Bruno Hess, Wolfgang Usbeck, Horst Haack und Jörn Vinnen durchweg bewährte Kräfte ans Werk. Manager of tournament war Ian Sexton. 


Nach einem leckeren Pizzaessen bezogen die auswärtigen Spieler Ihre Quartiere um dann am Sonnabend pünktlich um 09.00 Uhr bei herrlichem Wetter auf den Plätzen des CERN-Croquet-Clubs in Genf anzutreten. Es gibt wenige Anlagen dieser Qualität und Größe in Kontinentaleuropa - beide Plätze sind schnell und ausgezeichnet gepflegt. Die zum Clubhaus konvertierten Wohncontainer strahlen eine etwas marode Behaglichkeit aus, immerhin beherbergen sie zwei große Kühlschränke die stets gut gefüllt sind, eine Kaffeemaschine und andere wichtige Krocketutensilien mehr: der beste Platz bei Sonne ist die von einer Markise überspannte Terrasse, die einen wunderbaren Blick auf und über die beiden Plätze bietet. Im Hintergrund grüßen die Berge, unablässig zwitschern die Vögel aus der naheliegenden Bachaue…


Indes wurde auf den Plätzen um den Sieg gerungen, unterbrochen nur von einem reichhaltigen Lunch.


Es zeigte sich, dass Ian Sexton seiner Favoritenrolle trotz der Doppelbelastung als Manager und Spieler vollauf gerecht wurde. Er verlor im gesamten Turnier kein einziges Spiel. Auch Martin Güntner vom Wiener CC spielte sehr stark, sein Handicap im AC dürfte mit 12 deutlich übersetzt (gewesen) sein. Auf deutscher Seite gab es durchweg Licht und Schatten allerdings eine solide Teamleistung, die bereits nach dem ersten Tag zu eine leichten Führung führte.


Um eine größere Anzahl Spiele aufbieten zu können wurde neben dem Rheingold-Pokal ein Freundschaftsspiel zwischen der Schweiz und Deutschland ausgetragen. Langeweile kam jedenfalls nicht auf. 


Am Abend folgten die Spieler dann einer überaus großzügigen Einladung der Schweizer Federation zum Abendessen in einem rustikalen Schweizer Restaurant, die Stimmung war auch hier locker und gut.


Der Sonntag brachte Wolken und am Nachmittag Regen, es wurde empfindlich kühl. Die Spiele liefen davon unbeeinträchtigt durch, zur Feier des heiligen Wochentages beendeten wir unser Tagewerk bereits um 17.00 Uhr. Die Führung der Deutschen vor den gleichauf liegenden Österreichern und Schweizern hatte Bestand und war deutlicher als am Vortage.


Erst der dritte Turniertag brachte dann die Entscheidung. Bei strahlendem Sonnenschein siegten die Schweizer zwar in fast allen Spielen, aber Deutschland machte den entscheidenden Sieg zum Gewinn des Rheingolds. Die Übergabe der Trophäe wurde mit einer guten Flasche Champagner gebührend gefeiert.


Das Freundschaftsspiel Schweiz/Deutschland endet zugunsten der Schweizer, hoffen wir, dass sich ähnliches beim Fußball (EM 2008) so nicht wiederholt. 


Vielen Dank an die schweizer Sportsfreunde – insbesondere Norman – für die großzügige Gastfreundschaft und die rundum gelungene Ausrichtung des Turniers. Wir kommen gerne in drei Jahren wieder !