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ASSOCIATION CROQUET

Association Croquet, kurz AC-Croquet genannt, ist von den Regeln her wesentlich komplexer und wird im angelsächsischen Raum auch liebevoll „Queen of Games – Königin der Spiele“ genannt, was durchaus berechtigte Gründe hat. Den Vergleich „Schach auf dem Rasen“ hören Schachspieler vielleicht nicht so gern und jeder Vergleich hinkt letztlich, aber es ist schon etwas dran.
Wieder sind die bereits beschriebenen sechs Tore für die beiden Spieler aufgestellt, wieder hat jeder zwei Bälle, wieder die Kombination rot und gelb oder schwarz und blau. Zum Unterschied zum Golfcroquet muß jeder Spieler mit jedem seiner Bälle in richtiger Reihenfolge durch alle sechs Tore hindurch und zum Schluß am Pfahl in der Mitte des Feldes ausspielen, zumindest der Sieger, denn wer den gesamten Parcours zuerst schafft, hat gewonnen und das Spiel ist zu Ende. Auch das hört sich einfach an: beide Bälle durch alle Tore und zum Schluß ausspielen. Wer zum ersten Mal spielt wird entdecken, wie groß so ein Platz plötzlich sein kann, nämlich offiziell 26 X 32 Meter! Mit einem Solospiel eines Balles durch alle Tore geht das kaum, der Spieler braucht Hilfe und die gibt er sich selbst. Die Regeln besagen zunächst, dass während eines Spielzugs ein einziger Schlag erlaubt ist. Trifft der Spieler dabei jedoch dabei auf eine der drei anderen Kugeln, gewinnt er noch einen Extraschlag (den Croquet-Schlag, daher der Name des Spiels)  und einen weiteren, also zwei Schläge dazu. Trifft er mit dem letzten Schlag wieder eine andere Kugel (die bereits getroffene ist „tot“), gewinnt er erneut zwei Zusatzschläge, also kann er mit Hilfe der Zusatzschläge auf insgesamt sieben Schläge kommen. Damit läßt sich der weite Platz überwinden und das in der Reihenfolge geforderte richtige Tor schießen. Es kommt noch besser: Ist das Tor (und der Punkt) erzielt, geht als Belohnung der Spielzug für diesen Spieler weiter und er kann erneut maximal sieben Schläge durchführen. Wenn dieser Spieler auch das nächste Tor schafft, hat er wieder sieben Schläge und immer weiter so, bis er entweder alle Tore geschafft hat oder irgendwo auf dem Platz ohne weitere Anschlußschläge liegenbleibt, dann ist der andere Spieler an der Reihe. Welche Dramatik sich aus diesen Spielregeln ergeben kann, läßt sich für den Neuling nur erahnen. Ball-Artisten können fast als Alleinunterhalter auftreten, was gelegentlich zu Frustrationen des Mitspielers führt. Zum Glück für die Mitspieler sind solche Könner eher selten anzutreffen und so kommt jeder mal dran.

Es sei zum Schluß noch gesagt, dass beide Spiele auch als Doppel mit vier Personen gespielt werden können. Wer mehr über die Regeln wissen will, kann unter nachlesen:

Krocket Spielregeln zum Download

Association-Regeln.rtf

87 K

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